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Journal 2026/2

Seite 92: genussMOMENTE

Zutaten (für ca. 6 Portionen)

Köstliches Kulfi

• 1 l Vollmilch

Indische Eiscreme mit Kardamom und Pistazien

• ½ TL Kardamom (gemahlen)

• 200 ml Sahne • 120 g Zucker • 2 EL gehackte
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genussMOMENTE

Zutaten (für ca. 6 Portionen)

Köstliches Kulfi

• 1 l Vollmilch

Indische Eiscreme mit Kardamom und Pistazien

• ½ TL Kardamom (gemahlen)

• 200 ml Sahne • 120 g Zucker • 2 EL gehackte Pistazien • 1 EL Rosenwasser (optional) • 1 Prise Safranfäden (in 1 EL warmer Milch aufgelöst)

Wer in Indien oder Pakistan durch die Straßen schlendert, stößt unweigerlich auf kleine Stände, an denen eine besondere Köstlichkeit verkauft wird: Kulfi. Dieses traditionelle Milcheis besticht durch seine dichte, cremige Konsistenz und ist beinahe samtig im Mundgefühl. Seinen Ursprung hat Kulfi im 16. Jahrhundert zur Zeit des Mogulreichs. Damals war es ein Luxusdessert des Adels: Milch wurde eingekocht, mit Safran, Pistazien oder Mandeln verfeinert und in verschlossenen Metallformen gefroren, mithilfe von Schnee und Eis, die eigens aus dem Himalaya herangeschafft wurden. Der Name „Kulfi“ stammt vom persischen qulfi, was „abgeschlossen“ bedeutet, ein Hinweis auf diese Formen. Erst später wurde Kulfi auch auf Straßenmärkten angeboten und entwickelte sich zum beliebten Alltagsdessert. Typisch sind bis heute die Aromen, die eng mit der indischen Küche verbunden sind: Kardamom, Rosenwasser, Pistazien, Mandeln oder Safran. Häufig wird Kulfi in Metalloder Tonformen gefüllt und am Stiel serviert. Perfekt für heiße Tage, aber auch festlich genug für besondere Anlässe. Zu etwas Besonderem macht Kulfi nicht nur sein Geschmack, sondern auch die Art des Genusses. Es schmilzt langsamer als westliches Eis, sodass jeder Bissen intensiver wirkt. Heute gibt es neben den Klassikern auch moderne Sorten, von Mango über Schokolade bis hin zu exotischen Mischungen mit Granatapfel oder Kokos. Kulfi ist damit nicht nur ein Dessert, sondern ein Stück Geschichte und Lebensgefühl, das bis heute lebendig geblieben ist. ■

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LebensraumKÜCHE

Zubereitung 1. Safranfäden in 1 EL warmer Milch auflösen und kurz beiseitestellen. 2. Milch und Sahne in einem großen Topf aufkochen. Bei mittlerer Hitze unter häufigem Rühren langsam einkochen lassen, bis sich die Menge etwa um ein Drittel reduziert hat. Das dauert ca. 30–40 Minuten und verleiht der Basis ihre typische cremige Dichte. 3. Zucker, Kardamom, Safranmilch und Rosenwasser hinzufügen und gründlich verrühren. Noch einige Minuten köcheln lassen, bis die Masse leicht dicklich wird und ein intensives Aroma entwickelt. 4. Vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. Die gehackten Pistazien unterrühren. Sie geben dem Kulfi Biss und ein nussiges Aroma. 5. Die Mischung in kleine Förmchen oder Metallbecher füllen. Wer mag, kann Holzstäbchen hineinstecken, sodass kleine Eis am Stiel entstehen. Mit Folie abdecken. 6. Mindestens 6 Stunden, besser über Nacht, im Gefrierfach ruhen lassen, damit das Kulfi seine typische Konsistenz erhält. 7. Zum Servieren die Formen ganz kurz in heißes Wasser tauchen, dann das Eis herauslösen. Nach Belieben mit zusätzlichen Pistazien oder ein paar Safranfäden garnieren. Tipp: Für eine fruchtige Variante lässt sich die Milchmasse vor dem Einfrieren mit pürierter Mango oder Granatapfel verfeinern. So bekommt der Klassiker einen modernen Twist.

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