Journal 2026/2
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tipps&TRENDS
Plate Art Die Kunst des Anrichtens
B
ei der Kunst auf dem Teller geht es um die gesamte Inszenierung auf dem Esstisch, um Geschirr, Gläser, Textilien und kleine Details, die jede Mahlzeit zum Erlebnis machen. Teller werden zur Leinwand, das Drumherum zur Bühne und erst in dieser Verbindung entsteht ein Gesamteindruck, der Stil und Genuss vereint. Geschirr spielt dabei die Hauptrolle. Weiße Teller sind zeitlose Klassiker, die Ruhe und Eleganz ausstrahlen. Doch gerade unregelmäßige Formen, handgemachte Keramik oder matte Oberflächen verleihen Charakter und machen den Unterschied. Eine rustikale Schale hebt Pasta hervor, feines Porzellan setzt ein Dessert in Szene, farbige Highlights schaffen bewusst Akzente. Auch Textilien prägen die Atmosphäre. Leinentischdecken oder Stoffservietten bringen Wärme und Struktur, Platzsets setzen kleine Rahmen. Farben und Muster lassen sich je nach Anlass variieren: gedeckt für Minimalisten, kräftig für festliche Abende. Kleine Kniffe wie ein lockerer
Dos
Serviettenknoten oder dekorative Serviettenringe geben der Tafel das gewisse Etwas. Dazu kommen Accessoires, die nie überladen wirken dürfen, sondern als feine Akzente dienen. Kerzen bringen Stimmung, kleine Vasen mit Blüten oder Kräuterzweigen setzen natürliche Noten, saisonale Elemente wie Olivenzweige im Sommer oder Eukalyptus im Winter verleihen Frische. Wichtig ist, dass die Dekoration den Teller unterstützt, nicht überstrahlt. Die Kunst liegt darin, Harmonie zu schaffen. Mix & Match erlaubt den Bruch zwischen Erbstücken und modernen Designs, während einheitliche Farbwelten Ruhe erzeugen. Kontraste sorgen für Spannung, bewusst gesetzte Freiräume lassen Geschirr und Speisen wirken. So wird der gedeckte Tisch zur Bühne, die von Alltag bis Festlichkeit Geschichten erzählt – stilvoll, individuell und voller Persönlichkeit. ■
& Dont's:
Plate Art lebt vom Zusammenspiel aus Geschirr, Textilien und kleinen Details. Damit der gedeckte Tisch nicht überladen wirkt, sondern stilvoll inszeniert ist, helfen ein paar einfache Regeln.
s EINHEITLICHE FARBWELTEN SCHAFFEN:
t ZU VIELE MUSTER MIXEN:
Teller, Gläser und Textilien wirken besonders harmonisch, wenn sie in ähnlichen Nuancen gehalten sind. Ein Akzent in Kontrastfarbe darf für Spannung sorgen.
Verschiedene Prints auf Geschirr, Servietten und Tischdecke konkurrieren miteinander und wirken schnell chaotisch.
s MIT LICHT SPIELEN:
t TELLER ÜBERLADEN:
Kerzen, Laternen oder kleine Spots schaffen nicht nur Atmosphäre, sondern lenken den Blick gezielt auf den Teller.
Sowohl beim Essen als auch bei der Dekoration gilt: Wenige Elemente perfekt platziert wirken stärker als ein Sammelsurium.
s FREIRÄUME LASSEN:
Weniger ist oft mehr. Ein bewusst freigelassener Bereich auf dem Tisch oder Teller bringt die Inszenierung erst richtig zur Geltung.
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LebensraumKÜCHE
t UNPASSENDE GRÖSSEN WÄHLEN:
Ein kleiner Teller für ein Hauptgericht oder ein zu großes Glas für einen Aperitif zerstört die Proportionen.